MediAtion - ein Weg zur maßgeschneiderten Konfliktlösung

Ich bin Jahrgang 1965 und war über 20 Jahre im öffentlichen Dienst tätig.
Im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit für einen bundesweiten Verband kam ich mit vielen Menschen in Kontakt, die durch Trennung und Scheidung nun Lösungen für Haus, Hof und Kinder finden mussten. So habe ich schon vor etwa 15 Jahren begonnen, mich mit Möglichkeiten der eigenverantwortlichen Konfliktlösung zu beschäftigen.

Das Feld, auf dem dies umgesetzt werden könnte, sah ich zuerst im Bereich der Anwaltschaft. Also habe ich während meiner Zeit im öffentlichen Dienst im Rahmen eines Fernstudiums als Externe mein Abitur erworben. 
Danach habe ich in Heidelberg Rechtswissenschaften studiert und mein Referendariat in Karlsruhe absolviert. Daneben arbeitete ich in einer Familienrechtskanzlei mit und konnte dort wertvolle Einblicke in den Alltag und die Arbeitsweise des Anwaltsberufs und der Gerichte gewinnen.
Mehr und mehr wurde mir bewusst, dass das Instrumentarium, das ein Rechtsanwalt zur Verfügung hat, nicht in erster Linie geeignet ist, Konflikte zu entschärfen und zu gütlichen Lösungen zu kommen. Für diesen Ansatz stehen vielmehr Mediatoren, die mit ihrer neutralen Allparteilichkeit in der Lage sind, auch emotional hoch belastete Konfliktsituationen so weit auf die Sachebene zu bringen, dass die Parteien selbt in der Lage sind, eine für sie passende Lösung zu erarbeiten.

Deshalb habe ich mich entschieden, ein Aufbaustudium in Mediation an der Fernuniversität Hagen zu absolvieren, das ich 2005 abgeschlossen habe.

Schon während des Aufbaustudiums und seither immer wieder konnte ich als Einzelmediatorin (es gibt z.B. auch Co-Mediation) dazu beitragen, dass viele, auch schwierige Auseinandersetzungen doch noch ein positives Ende gefunden haben. 

Ich bin der festen Überzeugung, dass Mediation künftig mehr und mehr an Bedeutung gewinnen wird und dass auf diese Weise auch die Amtsgerichte von so manchen "Kleinstreitigkeiten" entlastet werden können.